Drei Tage rund um Liebe, Körper und Gefühle – Projekt „LIEBESLEBEN“ an unserer Schule

Im Rahmen der schulischen Präventions- und Bildungsarbeit und in Zusammenarbeit mit Antje Kahl vom Gesundheitsamt fand von 01.09. bis 03.09.2025 an unserer Schule das Projekt „LIEBESLEBEN“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, ehemals BZgA) statt.

Am ersten Projekttag stand zunächst der Aufbau des interaktiven Parcours im Fokus. In der Turnhalle der Gemeinschaftsschule „Albert Einstein“ wurden thematische Stationen vorbereitet, die in den folgenden Tagen von zwei Klassenstufen durchlaufen wurden. Am Nachmittag nahmen Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte an einer Fortbildung teil. Dabei wurden Ziele, Inhalte und Methoden des Projekts vorgestellt. Die Fortbildung bot Raum für Austausch, fachliche Vertiefung und die Einbindung des Projekts in den schulischen Alltag.

An den beiden darauffolgenden Tagen erlebten jeweils eine Klassenstufe, zunächst die 7., dann die 8. Klassen das Projekt. In Kleingruppen durchliefen die Schülerinnen und Schüler einen Parcours mit verschiedenen interaktiven Stationen. Inhaltlich ging es unter anderem um körperliche Veränderungen in der Pubertät, Gefühle und Beziehungen, sexuelle Vielfalt, Verhütung, Grenzen und Einvernehmen sowie den Umgang mit Medien und sozialen Netzwerken. Die Stationen waren abwechslungsreich gestaltet und luden zum Mitmachen, Nachdenken und Diskutieren ein.

Begleitet wurden die Gruppen von geschulten Fachkräften des Projektes, die einen geschützten Rahmen schufen und die Jugendlichen ermutigten, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein offener und respektvoller Umgang mit diesen Themen ist.

Das Projekt „LIEBESLEBEN“ ist Teil der bundesweiten Strategie zur sexuellen Gesundheit und Aufklärung. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken, Wissen zu vermitteln und sie zu einem verantwortungsvollen, selbstbestimmten Umgang mit Liebe und Sexualität zu befähigen. Dabei stehen Respekt, Vielfalt und die Förderung von Handlungskompetenzen im Mittelpunkt.

Bereits im Mai 2025 wurde das Projekt an der Schule intensiv geplant und vorbereitet. In enger Abstimmung zwischen Schule, Projektmitarbeiter/innen, externen Fachkräften und dem Gesundheitsamt wurden organisatorische Abläufe, inhaltliche Schwerpunkte und die Einbindung in den Schulalltag abgestimmt. Den Abschluss dieser Projektphase bildete ein Verstetigungstreffen für Lehr- und Fachkräfte im Dezember 2025, bei dem Perspektiven für eine nachhaltige Weiterführung der Inhalte an unserer Schule sowie an weiteren Schulen im Landkreis entwickelt wurden.

Im Zuge des Projekts wurde der Gemeinschaftsschule zudem ein umfangreicher Materialkoffer zur Verfügung gestellt. Dieser enthält vielfältige pädagogische Materialien, Methoden und Arbeitsmittel zur Sexualaufklärung und Prävention. Der Materialkoffer kann künftig im Unterricht sowie bei Projekttagen genutzt werden und steht darüber hinaus in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt auch für Projekte an anderen Schulen zur Verfügung.

Insgesamt waren die drei Projekttage eine wertvolle Bereicherung für den Schulalltag und wurden von Schülerinnen, Schülern sowie Lehr- und Fachkräften als sehr gelungen wahrgenommen.

https://www.thueringer-allgemeine.de/lokales/soemmerda/article409901233/sexualitaet-ist-kein-tabu-soemmerdaer-schueler-entdecken-gefuehle-neu.html